Meine Favoriten
Wie sieht der richtige Meditationssitz aus?

Sitzen kann so einfach sein. Und doch tun wir uns im Yoga regelmäßig schwer damit, nämlich dann, wenn der Sitz der Meditation im Yoga dienen soll. Welcher Meditationssitz ist der richtige, und worauf solltest du achten? Dieser Beitrag verrät es dir.

Darum ist der Meditationssitz im Yoga entscheidend

Wenn du Yoga übst, trainierst du nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Mithilfe von Meditation im Yoga, dem bewussten Wahrnehmen z.B. deines Atems, kannst du Körper und Geist wieder näher zusammenbringen. Sitze stabil und aufrecht im sogenannten Meditationssitz oder Yoga Sitz. Prana, die Lebensenergie, kann dann während der Meditation  in deinen Körper hinein- und wieder herausfließen und so dabei helfen, einen Zustand von innerer Ruhe und Zufriedenheit für deinen Alltag zu erlangen.

Welcher Yoga Sitz ist der richtige beim Meditieren?

Den einen richtigen Meditationssitz gibt es nicht. Der richtige Yoga Sitz ist der, der während der Meditation zu deinen Bedürfnissen passt. Das kann heute anders sein als morgen. Höre immer auf deinen Körper, er sagt dir immer ganz genau, was er braucht. Du kannst aus verschiedenen Optionen wählen.

1.       Der einfache gekreuzte Yoga Sitz, Sukhasana

Hierbei sitzt du mit gekreuzten Beinen, wie im Schneidersitz. Zu diesem Sitz gibt es auch erweiterte Varianten. Dabei ziehst du erst die Ferse eines Fußes zu dir heran und legst sie vor deinem Schambein auf dem Boden ab. Dann ziehst du den anderen Fuß ebenso zu dir heran und legst ihn direkt vor (Muktasana) bzw. auf der rechten Ferse (Sidhasana) ab.

2.        Der Fersensitz, Virasana

Die Fußrückseiten liegen gerade auf dem Boden auf, Knie sind geschlossen, die Fersen zeigen nach oben und du setzt das Gesäß zwischen den Fersen auf dem Boden ab für den Heldensitz, Virasana.

Als Anfänger setzt du dich auf einen Block oder ein Meditationskissen. Eine Decke unter deinen Füßen kann dir am Anfang den Druck auf den Fußspann erleichtern. Um anfängliche Spannung in den Beinen zu verringern, öffne etwas deine Knie.

3.       Der Lotussitz, Padmasana

Für diese Variante sollten Deine Hüftgelenke in der Lage sein, sich sehr zu öffnen und problemlos in die Außenrotation zu bringen. Du erkennst es daran, dass im einfachen Schneidersitz, deine Beine weit in Richtung Boden absinken können. Diesen bitte immer mit äußerster Vorsicht üben und am besten mit Hilfe eines Yoga Lehrers. Die Kniegelenke befinden sich hier durch die extreme Rotation in einer sehr sensiblen Position. Beginne mit dem halben Lotussitz, Ardha Padmasana. Dafür bringst du den linken Fuß an die rechte Leiste. Wenn du sehr beweglich bist, beuge den rechten Fuß, um das Knie zu schützen und lege ihn an der linken Leiste ab für den ganzen Lotussitz. Solltest du zu irgendeinem Zeitpunkt während der Meditation Druck im Knie oder gar Schmerz verspüren, löse den Sitz auf und nimm eine schonendere Haltung ein.

Tipps für einen idealen Meditationssitz

Achte während der Meditation im Yoga auf folgendes:

  • Deine Wirbelsäule ist gerade, dabei diese Aufrichtung aus dem unteren Rücken
  • deine Schultern sinken nach hinten und unten, dein Gesicht ist entspannt
  • Dein Brustkorb ist angehoben, so dass so viel Sauerstoff wie möglich hineinströmen kann
  • Die Sitzknochen sinken in den Untergrund, sodass du Kontakt zum Boden hast
  • Der untere Rücken ist stabil, ziehe ein wenig das Schambein zum Nabel nach oben
  • Die Knie sind unterhalb der Hüfte (Ausnahme: Schneidersitz) und haben Kontakt zum Boden
  • Arbeite gerne mit Hilfsmitteln. Nutze eine Decke, ein Kissen oder einen Block als Sitzerhöhung. Socken, Decke oder ein zusammengerolltes Handtuch polstern ggf. ein oder beide Knie
  • Die Hände liegen locker auf deinen Oberschenkeln oder ineinander gelegt, sodass die untere Hand die obere trägt
  • Gern kannst du auch ein Finger Mudra einnehmen, bei diesem Mudra berühren sich Daumen und Zeigefinger, die restlichen Finger werden abgespreizt
  • Grundsätzlich wirken Mudras mit den Handflächen nach unten eher erdend (Energie abgeben), mit den Handflächen nach oben eher empfangend (Energie empfangen)

Entscheide intuitiv, welche Art des Meditationssitzes du wählst. Es gibt kein richtig oder falsch, sondern was in deiner jeweiligen Situation zu dir passt und du als angenehm empfindest. Übe regelmäßig und probiere gerne neue Sitzformen für das Meditieren aus.

Namasté.

Doreen

Willst du mehr erfahren? Dann schau hier vorbei und lasse dich von mir Schritt für Schritt in die Meditation führen.