Du kennst das bestimmt auch: Die Woche war anstrengend, weil der Terminkalender oder die persönliche To-Do-Liste mal wieder viel zu voll gepackt war und du merkst, dass sich das Gedankenkarussell einfach viel zu laut und viel zu schnell dreht… In solchen Situationen fällt es schwer abzuschalten und zur Ruhe zu kommen.
Ob Stress, Kummer, Angst oder andere negative Gefühle und Gedanken – immer dann wenn du merkst, dass es dir zuviel wird, ist es hilfreich, dich auf deine innere Stärke zu besinnen.
Was für dich innere Stärke bedeutet, kann ich nicht beurteilen, denn vielleicht verbindest du damit etwas anderes als ich. Für mich persönlich geht es dabei in erster Linie um die Verbindung zu mir selbst, um die Fähigkeit zu erkennen, was mir gut tut und was nicht und nicht zuletzt darum, anzuerkennen, DASS alles was ich brauche in mir vorhanden ist.
Tatsächlich konnte ich durch Yoga meine innere Stärke erst wirklich entfalten. Und zwar nicht nur durch körperliche Übungen (Asanas), sondern vor allem auch durch regelmäßige Meditationsübungen.
Durch Meditation innerlich aufräumen
Die rein wörtliche Übersetzung von Meditation bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt soviel wie „nachdenken, nachsinnen, überlegen”. So wie wir während der körperlichen Yogapraxis mit den einzelnen Asanas unseren Körper wahrnehmen, kräftigen und in Bewegung halten, wenden wir uns mit Meditationsübungen Geist und Seele zu.
Meditation ist eine Achtsamkeits- bzw. Konzentrationsübung, die helfen kann zu entspannen, Gefühlschaos zu ordnen sowie zu geistiger Klarheit zu gelangen. Kurz gesagt: wir bringen den Fokus nach innen, denn deine Energie folgt immer Deiner Aufmerksamkeit.
Beim Meditieren räumen wir innerlich auf und diese innere Ordnung ist in meinen Augen die Basis, für die Erkenntnis der eigenen inneren Stärke.
Meditation für Anfänger
Gerade dann, wenn du noch nie meditiert hast oder Meditation nur einmal ausprobiert hast, empfehle ich dir für den Anfang geführte Meditationsübungen, damit deine Gedanken nicht abschweifen. Denn: Auch wenn es sich so einfach anhört, in Wirklichkeit ist es unwahrscheinlich schwer, still zu sitzen, nichts zu tun und von all den Gedanken, die dich in dem Moment beschäftigen, loszulassen. Bei einer geführten Meditation kannst du dich daher von der Stimme einfach leiten lassen.
Sei liebvoll und geduldig mit dir
Was zu Beginn so schwierig ist, wir dir mehr und mehr gelingen, je häufiger du übst.
Um die positive Wirkung von Meditation zu spüren, solltest du daher regelmäßig üben. Nimm dir für den Anfang täglich 10 bis 15 Minuten Zeit, suche dir einen Platz, an dem du dich wohl fühlst und du nicht gestört wirst. Wichtig: Sei liebevoll, geduldig mit dir selbst und setze dich nicht unter Druck, das Üben in Meditation braucht Zeit.
Meditation als Teil der ganzheitlichen Yogapraxis
Yoga bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie “Unter ein Joch ziehen” – es geht also darum, alles Seiende sowie auch die unterschiedlichen Ebenen unseres eigenen Seins miteinander zu verbinden. Körper, Geist und Seele werden also nicht getrennt voneinander betrachtet, sondern bilden eine Einheit.
Ich weiß, dass Yoga (z.B. Power Yoga) z.B. in Fitnesstudios als reines Workout betrachtet wird und das hat – wenn es vorrangig um körperliche Fitness gehen soll – durchaus seine Berechtigung.
Im Sinne des traditionellen Yoga-Gedankens geht es für mich aber um mehr als um Körperlichkeit und das lehre ich auch in meinen Kursen: Pranayama (der Fluss des Atems), Philosophie sowie Meditation sind weitere zentrale Themen für eine ganzheitliche Yogapraxis.
Wenn du Lust hast, dich in Meditation zu üben, findest du bei Lieblingsyoga mehrere geführten Meditationen.
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Namasté, Doreen