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Achtsamkeit – Konzentriere dich auf das Hier und Jetzt

 

Stress und Engstirnigkeit hinter sich lassen, sich auf sein Innerstes konzentrieren und mit offenen Sinnen durch den Alltag gehen. Ein achtsamer Umgang mit dir selbst und deiner Umwelt ist wichtig. Dieser Beitrag zeigt dir, warum.

Achtsamkeit: das bewusste Erleben der Gegenwart

Achtsamkeit bezeichnet einen klaren fokussierten Bewusstseinszustand bzw. eine Geisteshaltung des Menschen im gegenwärtigen Moment. Damit ist einerseits das aufmerksame Wahrnehmen des Ichs und der Umgebung gemeint im Sinne von wertfreier Beobachtung bzw. unmittelbarem Erfahren. Andererseits geht es auch um den sorgfältigen und vorsichtigen Umgang mit sich und seinem Umfeld. Ursprünge für praktische Achtsamkeitsansätze sind im Buddhismus und Hinduismus zu finden. Dort ist Achtsamkeit ein integraler Bestandteil der Lebensreise und besitzt einen hohen Stellenwert.

Achtsamkeit und Yoga

Sowohl Buddha, als auch der indische gelehrte Patanjali sahen bereits damals Achtsamkeit als eine Tugend auf dem Weg der Selbstfindung an. Ein wichtiger Begleiter des Achtsamseins im Yoga ist die Meditation. Durch die Meditationspraxis wird die bewusste Wahrnehmung geschult, sie ist die Grundlage für achtsames Handeln.

All dies trifft im Yoga zusammen. Yoga beschreibt genau diese Reise der Bewusstseinsentwicklung mit dem Ziel, Körper, Geist und Seele in Harmonie zu vereinen bzw. aus spiritueller Sicht das individuelle mit dem kosmischen Bewusstsein zu verbinden. Neben Meditations- und Achtsamkeitsübungen für den Geist und zur Regulation von Emotionen legt die Yogapraxis in Form von Asanas Fokus auf den Körper und die eigene Körperwahrnehmung.

Was bewirkt Achtsamkeit?

Achtsamkeit kann sich positiv auf unser physisches und psychisches Wohlbefinden auswirken.

Einige Studien zeigen, dass gezielte Achtsamkeitsübungen helfen, länger anhaltende körperliche Schmerzen zu lindern bzw. zumindest leichter mit ihnen umzugehen.

Neben körperlichen Effekten haben Achtsamkeitsübungen auch mitunter Einfluss auf unsere Psyche. So können positive Gefühle durch bewusstes Wahrnehmen der jeweiligen Glückssituation verstärkt werden, das heißt, Achtsamkeit und individuelle Zufriedenheit hängen stark zusammen. Auf der anderen Seite ist der achtsame Umgang mit negativen emotionalen Erlebnissen eine Hilfestellung, diese zu verarbeiten und kann auch unsere Stressresistenz erhöhen. Damit ist Achtsamkeit eine Art Bewältigungsmechanismus für psychische Belastungen, z. B. auch zur Vorbeugung von Burnout.

Weiterhin wird Achtsamkeitstraining unterstützend zur Behandlung psychischer Störungen wie Depression oder Borderline-Syndrom eingesetzt. Gegenwärtig gibt es auch Forschungen zum Einsatz in der Suchttherapie.

Tipps für Achtsamkeit im Alltag

Die folgenden Tipps und Übungen helfen dir, achtsam, konzentriert und entspannt durch den Alltag zu kommen.

1) Körperbewusstsein und Sinneseindrücke

Hörst du auf deinen Körper? Das solltest du, denn er ist Tag für Tag dein treuer Begleiter. Achtsame Körperwahrnehmung bedeutet, sich auf seine motorischen Aktivitäten bewusst zu konzentrieren und alle seine Sinne einzubeziehen.

Dazu gibt es eine Übung, die so genannte Gehmeditation :

Achte beim nächsten Spaziergang ganz genau auf jeden einzelnen Schritt, den du machst. Wie setzt du deinen Fuß am Boden ab? Setze erst die Ferse ab und rolle dann über die Fußsohle langsam bis zu den Zehen ab. Spürst du vielleicht Schmerzen im Bein oder fühlt sich dein Bewegungsapparat angenehm an? Nimm dann alle sinnlichen Eindrücke deines Körpers und der Umwelt wahr. Visualisiere den Weg vor dir, spüre den Untergrund, rieche die Luft, höre die Umgebungsgeräusche und vielleicht schmeckst du auch etwas.

2) Tägliche Abläufe und Muster

Aufstehen, Anziehen, Zähneputzen etc. In unserem Alltag gibt es gewisse Regelmäßigkeiten. Manche Menschen haben sogar regelrechte Rituale, die sie zu bestimmten Situationen praktizieren, z. B. ein Tischgebet. Vollziehe doch einmal bewusst alle deine Tätigkeiten an einem Tag nach, dazu gehören auch bestimmte Verhaltensmuster. Gibt es Situationen oder Gedanken, die du vermeiden möchtest oder besonders gernhast? Schaue achtsam auf dein alltägliches Leben.

3) soziale Wahrnehmung

In Anlehnung an die ersten beiden Punkte geht es hier um die Beziehung zu deinen Mitmenschen. Achte darauf, wie du wem gegenübertrittst und oder wem du aus dem Weg gehst. Eine gute Möglichkeit, sich besser in die andere Person hineinzuversetzen ist das aktive Zuhören. Es geht darum, die Aussage des Gegenübers genau mitzuverfolgen bzw. auch seine Mimik und Gestik einzubeziehen. Stell dir dabei vor, du begegnest diesen Menschen das erste Mal. Auch wenn in dir der nächste kluge Satz bereits aufsteigt, bleib mit deiner Aufmerksamkeit bei der anderen Person und schenke ihr deine pure Offenheit des Zuhörens.

4) externe Störfaktoren

Im Leben ganz auf sich und sein Handeln konzentriert zu sein wird immer schwieriger. Es gibt unzählige externe Störfaktoren, die uns Achtsam sein erschweren, z. B. Stress oder auch übermäßiger Medienkonsum. Deshalb tut es auch mal gut, Handy, Laptop und Co. wegzulegen und nicht minütlich das Postfach zu kontrollieren.

5) Zeit für dich

Was ist dir wichtig? Was möchtest du seit langem mal wieder tun? Lasse deine Gelegenheiten nicht verstreichen, sondern nutze die Zeit für dich und deine Bedürfnisse. Das kann dir helfen, Stress abzubauen und dein Wohlgefühl zu verstärken.

6) Meditation

Eine Achtsamkeitsübung, welche absolute Konzentration auf den gegenwärtigen Moment erfordert, ist die Meditation. Die Fähigkeit völliger Klarheit und Akzeptanz im Geist erlangst du jedoch erst bei regelmäßigem Üben. Meditation ist für viele Menschen die Quelle innerer Ruhe und Entspannung.

Das A und O beim Meditieren ist die Atmung. Durch bewusstes gleichmäßiges Atmen erlangst du eine kontrollierte Körperwahrnehmung und kannst dich besser auf die Entspannung einlassen. Hier zeigt sich Achtsamkeit auch im Annehmen von allen, dich umgebenden Einflüssen, ohne sie zu bewerten. Du nimmst ein Kribbeln im Finger wahr, während du meditierst oder eine Fliege setzt sich auf deinen Kopf? Nimm dies wahr, aber komme mit den Gedanken wieder konzentriert auf deine Atmung zurück.

7) Gelassenheit

In der Ruhe liegt die Kraft. Das trifft auch für Achtsamkeit zu. Ständige Bewertung und Vorurteile führen dich nicht zum gewünschten inneren Frieden. Deshalb akzeptiere bestimmte Umstände und versuche, dich ihnen anzunehmen. Auch das kann den Stressabbau fördern.

8) Tagebuch

Um dich an deine Erlebnisse des Tages zu erinnern und um zu überblicken, wann du mehr oder weniger achtsam warst, empfiehlt sich ein Achtsamkeitstagebuch. Allein das Festhalten deiner positiven und negativen Aspekte des Lebens, hilft dir, klarer und freier in deinen Gedanken zu werden.

Ich wünsche dir ganz viel Achtsamkeit für Yoga und in deinem alltäglichen Leben.

Namasté.

Doreen

 

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