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Shavasana – die Endentspannung im Yoga

Auf meine Frage am Anfang der Kurse: Was wünscht Ihr Euch heute oder was braucht Ihr?

Kommt oft lachend die Antwort: Entspannung! Und das ist für mich völlig verständlich.

Die Sehnsucht nach dem „Ausruhen“ nach einem oft sehr anstrengenden und voll beladenen Tag ist sehr groß. Und doch wird Shavasana oft unterschätzt.

Shavasana bedeutet übersetzt „Totenhaltung“, denn in Shavasana ist das Nichtstun die Herausforderung. Und dies aber ist für einen aktiven, ständig funktionierenden Menschen oft ziemlich schwer.

Jede klassische Yogastunde endet in der Entspannung. In Shavasana begibt sich der Körper auf zelluläre Ebene. Alles was du in der Yogastunde geübt hast, dir Gutes getan hast, kann der Körper auf dieser Ebene erst verinnerlichen, festigen und deine Zellen haben die Möglichkeit sich neu auszurichten.

Die Energie (Prana), die durch die Yogapraxis aktiviert wurde, verteilt sich nun im gesamten Körper. Außerdem werden während der Entspannung Stresshormone abgebaut, dein Immunsystem wird gestärkt, der Selbstheilungsprozess in Gang gesetzt und der Geist kommt zur Ruhe.

Eine Yogaeinheit ohne Entspannung zum Schluß ist unvollständig. Der gewünschte Effekt, der Gedanke von Yoga, könnte sich dadurch nicht optimal einstellen.

Je nach Yoga Stil und Dauer der Yogaeinheit ist die Entspannung unterschiedlich lang.

 

Wie führe ich Shavasana richtig aus?

 

Entspannen will gelernt sein und wie bei den Asanas auch, ist dies ein Prozess.

Bleib geduldig und liebevoll mit dir selbst, wenn es am Anfang noch nicht so gut klappt.

Hier eine Anleitung wie du dich für die Entspannung am besten ausrichtest:

  • Komm in die Rückenlage.
  • Stelle deine Füße hüftweit auf der Matte auf, hebe nun dein Gesäß ab und versuche den unteren Rücken so lang wie möglich zu machen, indem du dein Gesäß so nah wie möglich an deinen Fersen ablegst. So sorgst du für mehr Länge in deinem unteren Rücken und entspannst ein etwaiges Hohlkreuz.
  • Dann lege die Beine wieder ab, die Beine sind leicht geöffnet so dass deine Füße entspannt nach Außen fallen können. Somit können sich auch deine Hüften entspannen.
  • Ziehe deine Schulterblätter auf dem Boden zueinander und öffne leicht deine Arme. Die Handflächen zeigen nach oben und deine Oberarme liegen idealerweise nicht mehr am Oberkörper. Damit können sich deine Schultern entspannen.
  • Hebe deinen Kopf von der Matte ab, ziehe dann dein Kinn ein näher an deinen Brustkorb und lass so deinen Nacken lang werden. Leg dich so wieder auf die Matte ab.
  • Nun richte deinen Blick noch einmal gerade aus, fokussiere deine Pupillen mit Hilfe eines Punktes über dir.
  • Atme noch einmal tief ein und mit einer tiefen langen Ausatmung schließe deine Augen.
 

Nun bist du perfekt ausgerichtet um der Stimme zu folgen, die dich in die pure Entspannung begleitet.

Hier im Bereich der Meditationen findest du die geführte Anleitung “ Die Reise durch deinen Körper“ um für die optimale Entspannung zu üben.

Hilfsmittel Tipp:

Verwende ein Bolster oder eine Rolle unter den Knien, um die Lendenwirbelsäule zu entlasten.

Lege Dir eine Decke unter deinen Hinterkopf, wenn du Verspannungen im Nacken hast.